Ein Schuljahr voller Planung, gemeinsamer Arbeit und praktischer Naturerfahrungen wurde mit einem besonderen Erfolg belohnt: Am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, wurde der Schulgarten des Jagsttal-Schulverbunds Möckmühl mit der Plakette „Natur im Garten“ ausgezeichnet. Bei der Zertifizierung erreichte der Schulgarten 30 von 40 möglichen Punkten – ein hervorragendes Ergebnis und eine besondere Anerkennung für das große Engagement der beteiligten Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte. Bewertet werden unter anderem heimische und ökologisch wertvolle Blumen und Stauden, Wildblumenwiesen, naturnahe Trocken- oder Feuchtstandorte sowie natürliche oder angefertigte Unterkünfte für Nützlinge. Weitere mögliche Bewertungspunkte betreffen etwa standortgerechte Bäume, wilde Gartenecken, Kompostierung, Mulchen, Regenwassernutzung und eine umweltfreundliche Materialwahl. Grundlage sind drei verbindliche Kernkriterien: der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, auf chemisch-synthetische Dünger und auf Torf. Einen besonderen Stellenwert haben außerdem heimische, ökologisch wertvolle und an den jeweiligen Standort angepasste Pflanzen.
Wie wichtig den Schülerinnen und Schülern das gemeinsame Projekt ist, zeigte sich auch am Tag der Zertifizierung. Obwohl wegen der hohen Temperaturen hitzefrei war, kamen mehr als die Hälfte der Mitglieder der Garten-AG freiwillig am Mittag in die Schule, um bei der Begehung dabei zu sein. Diese außergewöhnliche Einsatzbereitschaft verdient große Anerkennung und macht deutlich, wie sehr sich die Schülerinnen und Schüler mit „ihrem“ Schulgarten verbunden fühlen.
Der Weg zur Auszeichnung begann bereits im Oktober 2025. Zu Beginn des Schuljahres nahm die Garten-AG den vorhandenen Schulgarten genau unter die Lupe. Bei einer Bestandsaufnahme wurde gemeinsam überlegt, welche naturnahen Elemente bereits vorhanden waren und an welchen Stellen noch Verbesserungen möglich und sinnvoll waren. Hiernach sammelten sie Informationen, entwickelten Ideen und bereiteten die anstehenden Arbeiten sorgfältig vor.
Daraufhin folgte die praktische Umsetzung. Im Laufe des Schuljahres wurden weitere einheimische Stauden gepflanzt, die Wildblumenwiese erneuert und das Insektenhotel überarbeitet und aufgewertet. Mit der Anlage einer Reptilienburg entsteht zudem ein neuer Lebens- und Rückzugsraum, der beispielsweise Eidechsen und anderen wärmeliebenden Tieren Versteckmöglichkeiten bietet. So entwickelte sich der Schulgarten Schritt für Schritt weiter.
Die Zertifizierung würdigt deshalb nicht nur den aktuellen Zustand des Schulgartens. Sie macht vor allem die kontinuierliche Arbeit, das erworbene Wissen und die vielen gemeinsam geleisteten Arbeitsstunden sichtbar. Der Schulgarten wurde zu einem Lernort außerhalb des Klassenzimmers, an dem ökologische Zusammenhänge unmittelbar beobachtet und verstanden werden können. Zugleich ist die Auszeichnung kein Schlusspunkt. Das naturnahe Gärtnern am Jagsttal-Schulverbund wird selbstverständlich fortgesetzt.
Ein herzlicher Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern der aktuellen Garten-AG, den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie allen, die das Projekt begleitet, unterstützt oder Materialien zur Verfügung gestellt haben. Ein besonderes Dankeschön geht an unsere AG-Leiter Herrn Mark Köngeter und Frau Elisabeth Wenzel für ihren jahrelangen außergewöhnlichen Einsatz rund um unseren Schulgarten. Ebenso danken wir den Mitgliedern der Garten-AGs der vergangenen beiden Schuljahre. Ihre Ideen und ihre Vorarbeit haben einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg. Ohne euch alle wäre diese Auszeichnung nicht möglich gewesen! Das ist euer Verdienst!